Glashütten
Der kleine Ort inmitten des Naturparks Hochtaunus ist aus den drei ehemals selbständigen Gemeinden Glashütten, Schloßborn und Oberems entstanden. Schloßborn gilt als eines der ältesten Dörfer im Taunus. Noch heute lässt sich hier der Verlauf des römischen Limes mit seinen Turm- resten und dem Kastell Maisel feststellen. Südlich von Oberems gab es zahlreiche Waldglashütten, die auch dem 658 Meter hohen Glaskopf seinen Namen gaben. Bei Grabungen wurde hier zahlreiches Material an Hohl- und Flachglas in großer farblicher Vielfalt entdeckt. Im Jahr 1675 wurde am Stockborn eine Glashütte errichtet, die 1685 zur Gründung des Ortes Glashütten führte.
Die erste urkundliche Erwähnung Schlossborns stammt aus dem Jahr 1043. Der Mainzer Erzbischof Bardo bestätigte die Grenzziehung der Groß- pfarrei Born (heute Schloßborn), die zu einem bis zu 24 Ortschaften umfassenden Kirchsprengel wurde. Graf Eberhard I. ließ 1369 ein Jagd- schloss mit einer starken Ringmauer, sieben Türmen und einem Verlies errichten. Reste der Ringmauer und eines Turms sind heute noch zu sehen. Die älteste Erwähnung des Dorfs Oberems stammt von 1294. Plätze früher Eisenerzverhüttung weisen jedoch auf noch ältere Siedlungstätigkeit hin.
In Glashütten sind vor allem Dienstleistungsunternehmen und Handwerks- betriebe ansässig. Das Collegium Glashütten ist Schulungszentrum einer Bank, bietet seine Leistungen aber auch anderen Interessenten an. Sehens- würdigkeiten sind, neben dem Limesverlauf, die renaturierte Weilquelle und ein komplettes Glashüttenareal mit Haupt- und vier Nebehöfen im Waldgebiet an der Emsbachschlucht. Weiter stehen markierte Wanderwege im gesamten Bereich der Gemeinde, Skiwander- wege ab Parkplatz Kittelhütte und eine Langlaufloipe ab Parkplatz Billtal- höhe zur Verfügung. (koh)



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