Schmitten
Die Gemeinde mit den Ortsteilen Arnoldshain, Brombach, Dorfweil, Hunoldstal, Niederreifenberg, Oberreifenberg, Seelenberg und Treisberg liegt in malerischer Lage im Heilklima-Park Hochtaunus. In der Umgebung finden sich viele Kilometer gut markierter Wanderwege. Der Luftkurort ist die höchstgelegene Gemeinde im Taunus, zu der auch der Große Feldberg gehört. Oberhalb der Ortsteile Nieder- und Oberreifenberg über den Taunuskamm verläuft der Limes, die alte Grenze des römischen Reiches. Auf dem Gebiet der Gemeinde liegt auch das Römerkastell kleiner Feldberg, dessen Grundmauern noch heute einen Einblick in die römische Geschichte geben.
Schmitten wird im Jahr 1399 erstmals urkundlich erwähnt. Es wird der Burg Hattstein zugeordnet. Die Hattsteiner Ritter waren im Mittelalter eine der einflussreichsten Familien in Hessen. Marquard Freiherr von Hattstein war Bischof von Speyer. Gemeinsam mit den Kronberger Rittern erklärten die Reifenberger und die Hattsteiner Ritter der Stadt Frankfurt 1389 die „Kronberger Fehde“. Bei der Schlacht von Eschborn wurden die Frankfurter vertrieben und zahlreiche Gefangene gemacht. Die für damalige Verhält- nisse horrende Lösegeldzahlung von 73.000 Gulden beendete den Streit mit Frankfurt. Das Geschlecht der Hattsteiner starb mit dem Tod von Johann Constantin Philipp von Hattstein 1767 aus.
Auf dem Pferdskopf (663 m) bei Treisberg bietet ein Aussichtsturm einen weiten Blick über die Taunuslandschaft. Längs der Weil führt der bei Wan- derern und Radfahrern sehr beliebte Weiltalwanderweg. Die Burgruine Reifenberg mit ihrem erhaltenen Burgfried und Turm überragt das Weiltal. Auf dem Gebiet der Gemeinde Schmitten befinden sich zwei Einstiegsportale zum Heilklimapark Hochtaunus. (koh)



Schmitten

