Usingen
Die Gemeinde besteht aus den Ortsteilen Usingen, Eschbach, Kransberg, Merzhausen, Michelbach, Wernborn und Wilhelmsdorf. Mitten in der Usinger Innenstadt befindet sich das, wohl im 14. Jahrhundert als Burg erbaute, Usinger Schloss. Weitere Sehenswürdigkeiten sind die Laurentiuskirche sowie die Hugenottenkirche mit Marktplatz. Am Nordende des Ortsteils Eschbach steht eine Gruppe bis zu 12 Meter hoher Felsen aus Quarz- gestein, die Eschbacher Klippen. Sie sind ein beliebtes Ausflugsziel und dienen Kletterern zu Trainingszwecken. Der Hattsteinweiher bei Usingen ist im Sommer Anziehungspunkt für viele Besucher aus Taunus und Rhein-Main-Gebiet.
Usingen entstand wahrscheinlich in fränkischer Zeit und wurde erstmals im Codex Eberhardi des Klosters Fulda erwähnt. Im Mittelalter wurde der Ort durch eine Burg und eine Mauer mit fünf Türmen geschützt. Stadtrechte bekam Usingen im 14. Jahrhundert. Die Laurentiuskirche, das Wahr- zeichen Usingens, wurde 1475 erbaut. Sie brannte 1635 ab und wurde 1651 bis 1658 wieder aufgebaut, wobei ihr Turm eine barocke Haube erhielt. Ab 1659 residierten in der zum Schloss umgebauten Burg die Grafen und ab 1688 die Fürsten von Nassau-Usingen. Graf Walrad, der 1650 das Usinger Land erhielt, hatte herausragende Bedeutung für die Stadt. Er siedelte nach dem dreißigjährigen Krieg und drei Stadtbränden im 17. Jahrhundert die Hugenotten an und ließ die Neustadt errichten. Usingen war bis 1886 Amtssitz und bis zur Gebietsreform 1972 Kreisstadt.
Usingen besitzt über die Taunusbahn eine gute Verkehrsanbindung nach Frankfurt. Bekannte Veranstaltungen sind der Ende Juni stattfindende Flohmarkt und der Laurentiusmarkt mit Kreistierschau am zweiten Sep- temberwochenende. Usingen ist auch bekannt als Buchfinkenstadt. Das von Dr. Theo Geisel verfasste Buchfinkenlied beschreibt den Heimatbegriff und das Usinger Land. Seit dem Stadtjubiläum 2002 verschönern Buch- finken an verschiedenen Stellen das Stadtbild. (koh)



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